- Was ist eine Video-Tiefenkarte?
- Das ist ein zweites Video mit derselben Länge wie deins, in dem Helligkeit für Entfernung steht: Je heller ein Pixel, desto näher liegt dieser Punkt an der Kamera. Bewegung, Kamerafahrt, Bildausschnitt und Timing des Originals bleiben erhalten, Farbe und Textur entfallen. Deshalb eignet es sich als Eingabe für andere Tools und weniger zum Anschauen.
- Warum nicht einfach ein Tiefenmodell für Bilder auf jedes Einzelbild anwenden?
- Das geht, aber das Ergebnis flackert meist. Jedes Einzelbild wird unabhängig geschätzt. Eine unbewegte Wand erhält dadurch in jedem Bild eine etwas andere Tiefe und scheint zu wabern. Dieses Modell berücksichtigt die benachbarten Einzelbilder, sodass statische Geometrie stabil bleibt. Genau diese zeitliche Stabilität ist der Grund für ein spezielles Tiefenmodell für Videos.
- Ist die Tiefe metrisch? Kann ich damit Entfernungen messen?
- Nein. Die Tiefe ist relativ: Sie ordnet, was innerhalb einer Aufnahme näher oder weiter entfernt ist. Die Skala wird pro Clip angepasst und nicht in Metern angegeben. Genau das brauchen tiefengesteuerte Generierung, Displacement, Nebel und Schärfentiefe. Für echte Messungen brauchst du einen Tiefensensor oder ein kalibriertes Mehrkamerasystem. Das kann kein Modell ersetzen, das nur ein einzelnes Video auswertet.
- Kann ich mit der Ausgabe ein KI-Videomodell steuern?
- Ja, das ist sogar der häufigste Einsatzzweck. Ein Tiefenpass übergibt einem Videomodell die Geometrie, Kamerabewegung und das Timing deines Materials, lässt das Aussehen aber völlig offen. So kannst du den Stil einer Aufnahme komplett verändern und trotzdem die Positionen und Bewegungsabläufe beibehalten. Verwende dafür die Graustufenausgabe – genau die erwarten Steuereingaben.
- Welche Farbausgabe sollte ich wählen?
- Graustufen, sofern du das Ergebnis nicht nur anschauen möchtest. Alle nachgelagerten Anwendungen – Steuereingaben, Tiefenkanäle in Compositing-Tools oder Displacement-Modifikatoren – lesen Helligkeitswerte. Eine Datei mit turbo oder viridis muss deshalb erst zurückkonvertiert werden. Mit Farbverläufen lässt sich die Tiefe besser mit bloßem Auge beurteilen. Das macht sie für die Prüfung und Präsentation nützlich.
- Was kostet es, und kann ich es kostenlos testen?
- Abgerechnet wird nach Cliplänge mit 8 Credits pro Sekunde: Ein zehnsekündiges Video kostet 80 Credits, eine Minute 480. Mit einem neuen Konto erhältst du kostenlose Test-Credits. So kannst du einen kurzen Clip verarbeiten und dir das Ergebnis ansehen, bevor du dich entscheidest.
- Bleibt mein Ton im Tiefenvideo erhalten?
- Nein. Die Ausgabe ist ohne Ton – eine Tiefenkarte enthält Bilddaten, und die Tonspur des Originals wird entfernt. Wenn du den Originalton im fertigen Schnitt brauchst, füge ihn im Videoeditor zusammen mit dem Tiefenpass wieder hinzu.
- Welche Videodateien kann ich hochladen?
- MP4, MOV und WebM mit bis zu 100 MB pro Datei. Auflösung und Bildrate werden vom Original übernommen, statt auf feste Vorgaben umgestellt zu werden. So stimmt die Ausgabe Bild für Bild mit der Eingabe überein.